Weltwassertag 2025 in Freiburg: Welche Wege zur Schwammstadt sind „zielführend“?

Weil es beim Klimaschutz an den notwendigen Erfolgen mangelt, müssen wir nicht nur die Anstrengungen zur Reduzierung von Treibhausgasen intensivieren – wir müssen uns darüber hinaus aber immer dringender mit der Anpassung an die Folgen der Klimakrise auseinandersetzen. Deshalb werden wir am 20. März (Do.) von 18:30 bis 20:30unterschiedliche „Philsophien“ auf dem Weg zur Schwammstadt vorstellen und diskutieren:

Madina Vogt, STADTGRÜN BERN und Geographisches Inst. der Uni Bern, wird (online zugeschaltet) das Berner Konzept zur Bewertung von Schwammstadt-Maßnahmen („klimawirksame Flächen“) vorstellen. Welche Maßnahmen leisten in welchem Umfang tatsächlich einen Beitrag zur Abmilderung der Klimawandelfolgen?

Andreas Giga, Mitarbeiter der Emschergenossenschaft (eglv) und Leiter der „Zukunftsinitiative Klima.Werk“ wird die Festlegung von Zielen und Fristen auf dem Weg zur Schwammstadt erläutern. „Klima.Werk“ ist der Zusammenschluss von großen Kommunen in den Einzugsgebieten von Ruhr und Emscher. „Klima.Werk“ gilt als das führende Kommunalbündnis, wenn es in Deutschland um Ziele und Fristen bei der Transformation zur Schwammstadt geht. So ist zwischen den Kommunen an Ruhr und Emscher u.a. vereinbart worden, 25 Prozent der bis jetzt abflusswirksamen Flächen bis 2040 von der Kanalisation abzukoppeln – u.a. durch Entsiegelungsmaßnah-men. Ferner ist vereinbart worden, die Verdunstung bis 2040 um 10 Prozent zu erhöhen – u.a. durch die Anpflanzung von Bäumen. In ausgewählten Stadtbezirken sollen die beiden Ziele schon bis 2030 erreicht werden (siehe beispielsweise unter: https://www.essen.de/leben/umwelt/wasser/zukunftsinitiative_klima_werk.de.html)

Derzeit werben wir bei der hiesigen Stadtverwaltung dafür, dass die Stadt am 20.3. den Entwurf der Freiburger Klimaanpassungsstrategie vorstellt und erläutert, warum man die Vereinbarung von umfassenden Zielen und Fristen (à la „Klima.Werk“) für Freiburg angesichts der komplexen Abwägungsentscheidungen in einer Großstadt als „nicht zielführend“ einstuft und warum man in Freiburg bis jetzt davon absieht, ein Konzept zur Klimawirksamkeitsbewertung (à la Bern) der vorgesehenen Maßnahmen zu erarbeiten.


Bei der Diskussion am 20.3. wird es auch darum gehen, wie die künftigen Vorgaben aus dem neuen Klimaanpassungsgesetz und der im Dez. 24 verabschiedeten Klimaanpassungsstrategie des Bundes lokal in Freiburg am besten umgesetzt werden können. Ziel der Veranstaltung wird es also sein, einen produktiven Beitrag zur Debatte über die Transformation von Freiburg zur Schwammstadt zu leisten. Welche Strategien sind möglich und welche Vorgehensweisen würden für Freiburg passen?