Kastanienbaum im Käfig? Free Chesnut!

In der Schwammstadt Freiburg kann man merkwürdige Phänomene beobachten – beispielsweise einen Kastanienbaum, der in einem Lüftungsschacht der Tiefgarage unter dem Stühlinger Kirchplatz wächst. Wird die Kastanie es im nächsten oder übernächsten Jahr schaffen, das Gitter nach oben anzuheben, um damit ihr Verlies zu sprengen? Kann die Kastanie in dem Lüftungsschacht eine längere Dürreperiode überleben? Gibt es Freunde und Freundinnen der Kastanie, die sie dann (heimlich) gießen? Oder wird die von Geburt an eingekerkerte Kastanie demnächst schnöde abserviert? Wir werden das Schicksal der Kastanie weiterhin beobachten.

Auch die Einzel- und Isolationshaft konnte die Kastanie nicht davor schützen, der Miniermotte zum Opfer zu fallen. Schon Ende August 2025 hatten sich durch den Fraß der Rosskastanienminiermotte alle Blätter braun verfärbt. Das Phänomen ist derzeit (Anfang Sept.) in der ganzen Stadt zu beobachten. Bleibt zu hoffen, dass der große Kastanienbaumbestand in Freiburg den alljährlichen Angriff der eingeschleppten Miniermotte überlebt. Das Anbringen von Meisenkästen direkt an den Rosskastanienbäumen kann den Befallsdruck etwas lindern. Denn Blau- und Kohlmeisen fressen die Raupen der Motte. Mehr zur Miniermotte unter: https://de.wikipedia.org/wiki/Rosskastanienminiermotte